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Vital Stove – Erste Erfahrungen

Posted by on Mittwoch, 10 Juni, 2009

img_0468Nachdem ich den kleinen Kocher ausgepackt habe, musste ich ihn natürlich gleich ausprobieren.

Also habe ich mich, zur Freude meiner Nachbarn, mit Axt, Holz und Feuerstarter bewaffnet auf der Wiese vor unserem Haus niedergelassen.

Der Aufbau ist mit zwei Handgriffen erledigt. Man muss nur die Batterieeinheit einstöpseln und den Kaminaufsatz aufstecken.

Kleine Späne sind schnell gemacht. Als Brandbeschleuniger dient ein ausgetrocknetes Taschentuch. Leglich 4-5 mal muss ich mit meinem Messer auf den Magesiumstab schlagen, bis das Taschentuch die ersten Späne ansengt. Der Windschutz ist nahezu perfekt. So fliegt das Kleinzeug auch bei stärkerem Wind nicht davon. Nachdem die ersten größeren Holzstücke angesengt sind, starte ich den Lüfter, auf Stufe 1.
Die größeren Stücke fangen sofort Feuer und brennen an, also stell ich den Topf auf den Kocher, und schalte auf Stufe 2.

In der zweiten Stufe zieht der Offen unglaublich gut. Die Flammen schlagen nach kurzer Zeit schon seitlich am Topf vorbei. Und jetzt bleibt mir nur noch das warten. Nach zwei Miunten lege ich doch noch mal ein kleines Stöckchen nach und nach weiteren drei Minuten kocht das Wasser. Das Holz ist vollständig verbrannt. Nur kleine Aschehäufchen sind noch am Boden.

Nach zwei Minuten ist der Kocher soweit abgekühlt, dass ich ihn problemlos wieder nach oben tragen kann.

Ich fand den Test sehr überzeugend. Unterwegs wird es sich nun zeigen, wie der Kocher im Dauereinsatz funktioniert. Das Batteriefach und die Lüftereinheit könnten Schwachpunkte sein.

Weiteres erfahrt Ihr demnächst an gleicher Stelle.

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Sicherer Wiedereinstieg durch Reentry and Roll mit einen Paddelfloat

Posted by on Dienstag, 9 Juni, 2009

Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen, wenn du auf offenen Gewässern unterwegs bist. Daher sollte man eigentlich immer in einer Gruppe fahren. Wenn man aber alleine auf offenen Gewässern unterwegs ist, solltest du, nach einer Kenterung, auch alleine wieder in dein Kajak kommen. Am besten ist natürlich gar nicht erste auszusteigen, sondern einfach hoch zu rollen. Aber was ist, wenn die Rolle mal nicht klappt, weil du erschöpft oder unkonzentriert bist? Einfach ertrinken ist unhöflich, denn Beerdigungen kosten schließlich eine Menge Geld. Es muss also eine verlässliche Wiedereinstiegsmöglichkeit vorhanden sein.

Viele dieser Methoden versagen leider bei stärkerem Seegang oder wenn du erschöpft und unkonzentrierter bist. Darum stell ich hier meine Lieblingsmethode vor. Sie funktioniert sehr simpel und schnell und das auch bei stärkerem Seegang.

Reentry and Roll bezeichnet eigentlich eine Methode, bei der man unter Wasser in das gekenterte Boot einsteigt und dann hoch rollt. Hier stelle ich die Variante mit einen Paddelflloat vor. Dies Floats gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen, manche dienen sogar als Decktasche. Ich benutze die mittlere Größe von Zölzer, da es simpel, klein und robust ist. Das Float ist übrigens auch prima geeignet, um sich, bei einer längeren Angel-, Futter- oder Pinkelpause einen Ausleger zu bauen.

Üb den Ablauf doch mal. Es ist wirklich faszinierend, wie einfach es ist.

  • Als erstes musst du Kentern. Also ab ins Wasser, Spritzdecke lösen und nach hinten aussteigen.
  • Halte unbedingt ständigen Kontakt zum Boot. Am besten benutzt du eine Lifeline. Diese verbindet dich mit dem Boot. Ich führe meine Paddelleine immer  noch durch die Spritzdecke. Dadurch können weder Paddel noch Boot abhauen. Die Sicherungsleine muss dazu ziemlich lang sein. Mich hat das aber noch nie gestört.
  • Hole das griffbereite Paddelfloat hervor. Mein Float ist immer vorne unter einem fest sitzenden Gepäcknetz.
  • Spätestens jetzt drehst du das Boot quer zur Hauptwellenrichtung. Du befindest dich auf der abgewandten Seite. Wenn die Wellen so hoch und spitz sind, dass sie das Kajak zum Überschlagen bringen können, richte es mit dem Bug in Wellenrichtung aus.
  • Nun kannst du schon mal die Beine in die Luke stecken. Du wirst so vom Boot getragen und kannst beide Hände benutzen.
  • Steck das Float auf das Paddelblatt und puste es auf.
  • Das Paddel wird nun quer auf den Rumpf gelegt. Der so entstandene Ausleger sollte möglichst lang sein.
  • Jetzt tauchst du ganz unters Boot und drehst dich dabei in den Sitz. Finde einen guten Bootskontakt und..
  • drück einfach fest auf den Paddelschaft. Durch die Wölbung des Rumpfes wirst du automatisch aufgerichtet. Wie gut das funktioniert hängt natürlich von der Rumpfform ab. Bei Knickspantern funktioniert es am schlechtesten. Bei Rundspantern am besten.
  • Anschließend kannst du dein Paddel weiter als Ausleger benutzen, um das Boot beim Schließen der Spritzdecke und dem Lenzen zu stabilisieren.

In dem Video Reentry and Roll siehst du  den kompletten Ablauf. Viel Spaß beim Üben.

Letzte Vorbereitung: Packen und Probefahrt.

Posted by on Sonntag, 7 Juni, 2009

Langsam wird das Bauchgrummeln durch Vorfreude abgelöst. Meine Ausrüstung habe ich nahezu zusammen und nun geht es ans Packen. Was nimmt man mit, welchen „Luxus“ kann man sich leisten und was ist überflüssig? Diese Fragen stellt sich wahrscheinlich jeder vor jeder Tour erneut. Bei einer vier Wochen-Tour kommt natürlich einiges zusammen.

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Da ich die Fahrt nach Bornholm auch als Vorbereitung für eine spätere Tour mache, möchte ich möglichst autark unterwegs sein, deshalb habe ich für 20 Tage Essen dabei. Die Firma Treck’n Eat (Trekking Mahlzeiten) hat mir netterweise viele Leckereien zur Verfügung gestellt. Diese Trockenmahlzeiten lassen sich einfach zubereiten und sind sehr nahrhaft. Außerdem sind die Mahlzeit einzeln und wasserdicht verpackt. Kleiner, nahrhafter und bequemer geht es kaum. Ab und an hoffe ich, einen Fisch an den Haken zu bekommen und dann werd ich mal sehen, was am Wegrand noch essbares wächst. Zum Frühstück gibt es selbst gebackenes Brot (Bannock) mit Hartwurst, Käse und Pemikan. Damit ich genügend Mineralien zu mir nehme, habe ich noch Magnesium sowie Xenofit als Mineraldrink dabei. Kochen werde ich entweder mit Holz auf dem Vital Stove oder auf dem Lagerfeuer. Mein Bekleidungssack ist glücklicherweise deutlich kleiner als die drei Essensbeutel. Dafür bin ich hier auch deutlich spartanischer. 1 Hose, 1 Jacke, 1 T-Shirt, Unterhosen und Strümpfe. Das war´s. Als Regenbekleidung habe ich meinen Bivanorak. Schlafen werde ich normalerweise unter freiem Himmel, bei Regen und Sturm wird mir das Starpol, ein Geodät von Kaikkialla, Schutz geben. Der Kocher, eine kleine Axt, Feuerzeug, Stirnlampe, eine kleine Erste Hilfe Ausrüstung kommen noch dazu. Um von unterwegs den Blog bestücken zu können, habe ich noch ein kleines Netbook und ein Solarpanel mit Akku dabei. Und natürlich meine Kamera, ein Powershot G10 von Canon. Die ist klein und macht wirklich gute Aufnahmen. Natürlich sind die Bilder nicht so gut, wie die meiner EOS 400, aber dafür brauche ich keinen grossen Pelikoffer auf Deck zu schnallen. Um meinen Weg zu finden sind noch Seekarten, ein Hand- und ein Bootskompass, sowie ein GPS-Gerät mit dabei. Dazu kommt noch meine Paddelausrüstung: leichte Neobekleidung für die warmen Tage, ein Trockenanszug für die schlechten Tage und die größeren Querungen, ein Signalgerät, Fallschirmraketen, ein Paddelfloat, einen Bootswagen, ein Tauchermesser und eine wasserdichte Kartentasche. Und nun muss das ganze noch ins Boot. Für den Bootswagen und den Tagesproviant habe ich eine Decktasche von Prijon. Alles andere muss in Luken bzw. auf Deck.

img_0236_blogOb das passt? Ich rechne mit einem argen Gestopfe, doch erstaunlicherweise ist nach 15 Minuten alles sehr entspannt im Boot. Zum Schluß ist sogar noch genug Platz  für den Luxus eines dritten Buches und einer etwas größeren Isomatte.

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Nachdem ich vor dem Verein noch ordentlich „gespielt“ habe und auch alle Rollen und Wiedereinstiege gut geklappt haben, fahre ich grinsend an Land. Unten findet ihr noch ein paar Bilder vom Stützen und Rollen. Nun ist endgültig die Vorfreude überwiegend, aber eine Woche muss ich noch warten.

Vorbereitung – Wetterprognose

Posted by on Mittwoch, 11 März, 2009

windstaerkeIn einem Kajak kann man sich, bei schlechtem Wetter, schon ganz schön verloren vorkommen. Am besten vermeidet das schlechte Wetter und bucht leichte Bewölkung und ein 1 bis 2 Bft (Beaufort Windstärke; ca. 1-11 km/h).

Bis wir uns das Wunschwetter bestellen können, dauert es glücklicherweise noch etwas, bis dahin können wir uns nur auf die Voraussagen verlassen um die Tour bestmöglich zu planen.

Welche Faktoren spielen für uns Seekajaker denn eine Rolle?

  • Wind: Vor allem der Wind beeinflusst unsere Drift und die Wellenhöhe. Stichworte sind Winddrift, Fetch (Windangriffsfläche, wichtig zur Abschätzung der Wellenstärke und Wellenrichtung)
  • Sicht: Ohne gute Sicht müssen wir rein nach Kompass fahren. Das ist mit den bescheidenen Mitteln auf einem Kajak nicht leicht und erfordert, vor allem bei großen Querungen, viel Erfahrung.
    Die Sicht kann durch Dunst und Nebel eingeschränkt werden.
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Seekajakblog Infos

Posted by on Mittwoch, 11 März, 2009

Du findest auf dieser Seite einige Berichte, Fotos, Filme und Hilfestellungen zum Thema Seekajakfahren.

Du bist Paddler und interessierst dich für Paddel auf der Ostsee oder wohnst im Bereich der Lübecker Bucht? Dann melde dich gern. Ich freue mich immer über nette Paddelpartner.

Auch wenn du dein Können aufbauen oder neu entdecken möchtest, bist du hier richtig. Seit vorletztem Jahr biete ich auf Nachfrage Kurse und Schnuppertouren an. Melde dich einfach, wenn du Interesse hast.

Viel Spass auf der Seite und natürlich auf dem Wasser!

Dirk

P.S. Die meisten Artikel sind noch von meiner Tour nach Schweden. Ab sofort kommen aber immer wieder kleine und größere Berichte hinzu.

 

Eine abendliche Alsterrunde

Posted by on Mittwoch, 11 März, 2009

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Ein Video und einige Bilder

Have fun.

Video – Abendliche Alsterrunde

Die Bilder des Abends

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Vorbereitung – Kartenstudium

Posted by on Dienstag, 10 März, 2009

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Zur Vorbereitung habe ich MapSource-Karten von Garmin, Googleearth sowie Land- und Seekarten in Papierform benutzt.

Eine grobe Planung mit den elektronischen Karten ist superbequem. Man kann nach belieben rein- und rauszoomen und hat so unterschiedlichste Maßstäbe zur Verfügung. Außerdem hat man mehr Zusatzinformationen zur Verfügung. Entfernung abzumessen geht ebenfalls deutlich schneller und letztlich kann man die Infos bequem in einen Tourenbericht hineinkopieren.

Ein besonder spannender Service zur Einschätzung von Schiffsverkehr ist die AIS.

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Nun auch mobil!

Posted by on Dienstag, 10 März, 2009

Mein erster mobiler Artikel.

Gerade unterwegs sollte der Blog möglichst oft aktualisieren.
Da mir ein Laptop zu sperrig ist, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, den Blog von meinem PDA aus zu schreiben. Opera Mobile ist die Lösung. WordPress läuft prima auf meinen Handgerät. Ich kann sogar Bilder hoch laden. Hierzu muss ich allerdings die MicroSD-Karte aus meiner Kamera ins Handy umbauen und die Verbindungskosten sind auch nicht ohne.

Für die Bildübertragung sollte man schon eine Flatrate haben oder ab und an einen Kartenleser und ab und an einen freundlichen Hafenmeister mit einem Computer. Ach ja, eine Flasche Wein erleichtert die Verhandlungen ungemein.

Intro

Posted by on Dienstag, 10 März, 2009

Von Hamburg nach Bornholm.

img_49531Am 13. Juni geht es los und momentan stecke ich schon voll in den Vorbereitungen. Mein Seekajak ist ein Icefloe von P&H, das ich gebraucht erstanden habe.

Im Moment bin ich bei den Vorbereitungen. Auf den Karten habe ich meine Tour schon geplant. Eine Karte hängt über meinem Schreibtisch und erinnert mich ständig an mein diesjähriges Ziel.

Jeden Tag beschäftige ich mich ein wenig mit der Tour. Ich sammele Wetterdaten, beschaffe mir Informationen über Lagerplätze, Schiffsverkehr und trainiere natürlich mit meinem Bötchen.

Mit jedem Tag wächst auch die Vorfreude auf vier Wochen mit meinem Boot, einem Zelt und der Welt allein.