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5. Tag – Von Pelzerhagen nach Sülzel (kurz vor Fehmarn)

Posted by on Donnerstag, 18 Juni, 2009

20 sm, 6 Stunden, Wind 3-6 Bft

Für heute ist Sturm angesagt und daher hadere ich mit mir, ob ich nicht einen Ruhetag einlegen soll. Aber andererseits freu ich mich, nach den Flachwassertagen auf dem Elbe-Lübeck Kanal und der Trave, auf ein paar anständige Wellen und die sollte ich auch bekommen.

Gegen 10 Uhr fahre ich von Pelzerhagen los. Noch ist der Wind mit 2-3 moderat, das ändert sich aber schon nach einer halben Stunde. Der Wind frischt auf 3-4 Bft aus Süd-West auf. Die zunächst kleinen Wellen werden dann langsam surffähig und mein Grinsen wird immer breiter. Über lange Abschnitte hopse ich von einer Welle zur nächsten und komme dadurch ziemlich gut voran.

In Dahme mache ich eine Pause. Als ich wieder ablege hat der Wind gedreht. Er kommt nun aus Nord-West. Statt lustig zu surfen kämpfe ich nun gegen den immer stärker werdenden Wind an. Einige 6er Böen werfen mich fast um. Meine Prana taucht immer wieder klatschend in die Wellen und spendiert mir eine ordentliche Dusche. Irgendwie ist diese Ackerei auch ganz lustig. So ist Seekajak fahren halt mal entspannt und mal arger Kampf.
5 km hinter Dahme höre ich Motorengeräusch. Schon wieder so ein Spritverschwender denke ich, bis das DLRG-Boot neben mir ist. „Wär´s nicht besser etwas weiter unter Land zu fahren oder bist du so fit, das du den Kick brauchst?“ Fragt mich der Eine freundlich. „Nö, den Kick brauch ich grad nicht, aber ich hab grad keine Lust auf Umwege. Außerdem bringt es grad richtig Spaß“. Mit einem freundlichen Gruß verabschieden sich die beiden und spendieren mir noch mal ziemlich hohes Kabbelwasser. Wahrscheinlich wollten sie mal sehen, ob ich das vertrage – ich hab sogar Spaß damit.

Die letzten Kilometer werden dann doch noch ziemlich lang. Der Wind kommt jetzt konstant mit 4-5 Bft von vorne, und ich bin froh, als ich in den kleinen Hafen bei Sülzel einlaufe. Vor ein paar Monaten habe ich hier schon mal in der „Marina“ eines Campingplatzes übernachtet und jetzt sitze ich wieder am gleichen Platz wie damals.

Morgen fahre ich dann nach Fehmarn, zumindest wenn das angekündigte Gewitter sich woanders austobt.

Hier findet ihr noch ein paar Bilder der letzten Tage.

Ostertour – Die letzte

Posted by on Montag, 13 April, 2009

13.04.09 Montag. Von Sütel nach Grömitz. 14,2sm = 26,27km
Temperatur 8 / 26°C. Wind bis 2 Knoten (0-2 Bft)


fehmarn-6965Noch vor dem Wecker bin ich wach. 6:30 zeigt mein Wecker. Ich strecke mich noch einige Male und robbe dann langsam aus dem Zelt. Als erstes bekomme ich eine satte Dusche, von den Tauseen, die sich auf meinem Zelt ausbreiten. Als nächstes sehe ich die Spiegelung eines Schwans. Das Wasser ist glatter als glatt. Kein Lüftlein weht und das Brandungsgeräusch, das gestern noch durch den Wald herüberschallte, ist ein leises Rauschen.
Nach einem kurzen Frühstück sitze ich gegen 8 Uhr im Boot. Als ich die Bucht verlasse, kommt mir eine entspannte Dünung entgegen. Read the rest of this entry »

Ostertour III

Posted by on Sonntag, 12 April, 2009

12.04.09 Sonntag. Von Bojendorf nach Sütel. 13,6sm = 25,16km. Temperatur 4,5 / 16°C. Wind bis 27 Knoten (3-6 Bft)

fehmarn-6788fehmarn-6796Der Wind weckt mich sanft, nicht so stürmisch wie am Vortag. Sollte bei Ostwind an der Westküst ja auch so sein. Trotzdem brauche ich einige Zeit bis ich munter bin. Nach dem Frühstück und einem kleinen Spaziergang geht es wieder los.

Jahuuu, Gischt spritzt mir ins Gesicht und ich hopse von Welle zu Welle. Read the rest of this entry »

Ostertour II

Posted by on Samstag, 11 April, 2009

11.04.09 Samstag. 15,4sm = 28,49km. Von Dahme nach Fehmarn/Bojendorf.
Temperatur 3,5 / 17°C. Wind bis 22 Knoten

Gegen 8 Uhr wache ich auf. Die Nacht war kalt und windig. Meine dünne Thermarest ist für diese Temperaturen nicht wirklich geeignet und die Rettungsdecke wollte ich noch schonen, Hatschi. Hat sich nicht gelohnt.
Am Morgen hat der Wind merklich nachgelassen, so dass die Wellen recht sanft an den Strand laufen. Das schönste am Biwakieren ist die einfache Frühstücksversorgung. Ich schlängele einen Arm aus dem Schlafsack, mach den Kocher an und schmier mir schon mal eine Scheibe Brot. Ja, alles einhändig. Bequemlichkeit macht erfinderisch. Als das Kaffeewasser warm ist, krieche ich langsam aus meiner Schlafburg. Der Bivanorak hat sich auch als Biwaksack sehr bewährt.
Meine Morgenrituale dauern heut doch etwas länger und so bin ich, nach einem guten Frühstück, erst nach 10 Uhr auf dem Wasser. Beim Start durch die jetzt schon wieder stärkere Brandung bekomme ich drei Wellen voll ab. Laut grölend begrüße ich jede einzelne. Abklatschen auf Kajakart.
Kurz vor dem Fehmarnsund mache ich noch eine ausgiebige Pause und schlafe im warmen Sand glatt ein. Als ich die Augen aufmache sind mal wieder Meerforellenangler im Wasser. Read the rest of this entry »

Ostertour I

Posted by on Freitag, 10 April, 2009

10.04.09 Karfreitag. Von Grömitz bis Dahme. 11,1sm = 20,53km.
Temperatur 6 / 16 °C; Luftdruck; Wind bis 25 Knoten.

Manno, das fängt ja prima an. Beim Nudelwasser holen sind meine Schuhe nass geworden und dabei ist mir eh schon aasig kalt….
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Vorbereitung – Wetterprognose

Posted by on Mittwoch, 11 März, 2009

windstaerkeIn einem Kajak kann man sich, bei schlechtem Wetter, schon ganz schön verloren vorkommen. Am besten vermeidet das schlechte Wetter und bucht leichte Bewölkung und ein 1 bis 2 Bft (Beaufort Windstärke; ca. 1-11 km/h).

Bis wir uns das Wunschwetter bestellen können, dauert es glücklicherweise noch etwas, bis dahin können wir uns nur auf die Voraussagen verlassen um die Tour bestmöglich zu planen.

Welche Faktoren spielen für uns Seekajaker denn eine Rolle?

  • Wind: Vor allem der Wind beeinflusst unsere Drift und die Wellenhöhe. Stichworte sind Winddrift, Fetch (Windangriffsfläche, wichtig zur Abschätzung der Wellenstärke und Wellenrichtung)
  • Sicht: Ohne gute Sicht müssen wir rein nach Kompass fahren. Das ist mit den bescheidenen Mitteln auf einem Kajak nicht leicht und erfordert, vor allem bei großen Querungen, viel Erfahrung.
    Die Sicht kann durch Dunst und Nebel eingeschränkt werden.
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Seekajakblog Infos

Posted by on Mittwoch, 11 März, 2009

Du findest auf dieser Seite einige Berichte, Fotos, Filme und Hilfestellungen zum Thema Seekajakfahren.

Du bist Paddler und interessierst dich für Paddel auf der Ostsee oder wohnst im Bereich der Lübecker Bucht? Dann melde dich gern. Ich freue mich immer über nette Paddelpartner.

Auch wenn du dein Können aufbauen oder neu entdecken möchtest, bist du hier richtig. Seit vorletztem Jahr biete ich auf Nachfrage Kurse und Schnuppertouren an. Melde dich einfach, wenn du Interesse hast.

Viel Spass auf der Seite und natürlich auf dem Wasser!

Dirk

P.S. Die meisten Artikel sind noch von meiner Tour nach Schweden. Ab sofort kommen aber immer wieder kleine und größere Berichte hinzu.

 

Vorbereitung – Kartenstudium

Posted by on Dienstag, 10 März, 2009

karte_1

Zur Vorbereitung habe ich MapSource-Karten von Garmin, Googleearth sowie Land- und Seekarten in Papierform benutzt.

Eine grobe Planung mit den elektronischen Karten ist superbequem. Man kann nach belieben rein- und rauszoomen und hat so unterschiedlichste Maßstäbe zur Verfügung. Außerdem hat man mehr Zusatzinformationen zur Verfügung. Entfernung abzumessen geht ebenfalls deutlich schneller und letztlich kann man die Infos bequem in einen Tourenbericht hineinkopieren.

Ein besonder spannender Service zur Einschätzung von Schiffsverkehr ist die AIS.

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Intro

Posted by on Dienstag, 10 März, 2009

Von Hamburg nach Bornholm.

img_49531Am 13. Juni geht es los und momentan stecke ich schon voll in den Vorbereitungen. Mein Seekajak ist ein Icefloe von P&H, das ich gebraucht erstanden habe.

Im Moment bin ich bei den Vorbereitungen. Auf den Karten habe ich meine Tour schon geplant. Eine Karte hängt über meinem Schreibtisch und erinnert mich ständig an mein diesjähriges Ziel.

Jeden Tag beschäftige ich mich ein wenig mit der Tour. Ich sammele Wetterdaten, beschaffe mir Informationen über Lagerplätze, Schiffsverkehr und trainiere natürlich mit meinem Bötchen.

Mit jedem Tag wächst auch die Vorfreude auf vier Wochen mit meinem Boot, einem Zelt und der Welt allein.