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Kurs – Individuell mit Spaß viel lernen

Posted by on Mittwoch, 17 Juni, 2015

Individuelle Seekajakkurse

Wolltest du schon immer in den Seekajakbereich reinschnuppern oder möchtest du deine Fähigkeiten verbessern?
Du planst eine Tour und möchtest vorher noch Technik verbessern oder ein Sicherheitstraining, dann frag gerne an.

paddeltechnik  Die Kurse können individuell, nach deinen Vorstellungen gestaltet werden. Vom Einzelcoaching bis zu Gruppentouren ist alles möglich.

mail@dirkturlach.de teile mir gernde deine Wünsche mit.
Ich stelle dann ein unverbindliches Angebot zusammen.

Du kannst auch einen Kurs verschenken. Hast du Freundin oder Freund, die das Wasser lieben und Spaß an sportlichen Aktivitäten haben? Dann lass dir gerne ein Angebot erstellen.

Anregungen findest du auf der Kursseite.

flat earth sail – Mein Kajak ist jetzt am Segeln.

Posted by on Montag, 8 Juli, 2013


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Letzten Montag kam das Paket an. Lang, schmal unscheinbar. Zunächst graute mir vor der Montage aber es, wenn man sich erst mal traut in sein Boot zu bohren ist es ganz einfach.

Nach einer Stunde war das 0,8 m2 Segel montiert. Hier an der Küste bließ ein kräfitger 1er bis 2er Wind, genau richtig für eine Probefahrt. Nachdem das rauf und runter holen des Segel klappte bin ich ein einige hundert Meter raus gefahren. Um die 2 Bft reichten aus um vor dem Wind auf 1,5 Knoten zu kommen. Ein schönes Gefühl so dahin zu gleiten. Auf dem Rückweg konnte ich ca. 60° am Wind fahren. Für das laue Lüftchen schon gar nicht schlecht. Um sich erst mal an das Segel zu gewöhnen war es ausreichend. Morgen kommt eine Montageanleitung, ein weiterer Segelbericht und weitere Fotos. Bis dahin träumt schön vom Kajaksegeln und wenn jetzt schon fest steht das ihr inviziert seit, schaut bei www.out-trade.de vorbei.

Anpaddeln 2012

Posted by on Montag, 16 Januar, 2012

vor drei Monaten bin ich nach Timmendorf gezogen. Als Seekajakfahrer kann man einfach nicht dauerhaft im Inland wohnen.

Und gestern war es endlich soweit. ANPADDELN 2012.  Meine Freundin hat leider grade Ärger mit Ihrer Hand und musste deshalb an Land bleiben, nun ist sie Starfotografin. Hier ein paar Bilder.

Bilder-Anpaddeln 2012

Nachbereitung

Posted by on Donnerstag, 9 Juli, 2009

Nach der Tour wartet nun einige Arbeit auf mich. Zunächst muss die ganze Ausrüstung mit Süsswasser gespült und vom Sand befreit werden. Glücklicherweise spielt das Wetter mit und ich bekomme alles an einem Vormittag trocken.

Anschließend werden die Bilder aussortiert, Texte ergänzt und geschrieben. Allerdings ist dies auch eine angenehme Arbeit, die Spass macht.

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Hier nun noch die Karten mit meiner Fahrtroute.

Von Hamburg nach Fehmarn:

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Von Fehmarn nach Trelleborg:

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06.07.09 Ankunft und Ende

Posted by on Montag, 6 Juli, 2009

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Um 10: 30 fährt die Fähre aus Trelleborg ab und pünktlich um 18:30 bin ich in Travemünde angekommen. Beim letzten Wegabschnitt trifft sich meine Hin- mit der Rückfahrt. Wie auf jeder Reise kommt man irgendwann wieder am Ausgangspunkt an. Es ist aber nicht mehr dasselbe. Man blickt mit anderen Augen auf das schon Bekannte, denn jede intensive Reise verändert. Vielleicht reisen wir ja gerade deshalb, wegen der Erfahrungen, Erlebnisse, immer auf der Suche etwas anderes zu entdecken.

Ich habe gerade noch ein sehr schönes Zitat bekommen, mit dem ich diesen Teil des Blogs abschließen möchte. Danke Bernd.

Hier noch was von Kurt Tucholsky: Es gibt keinen Neuschnee. Wenn du aufwärts gehst und dich hochaufatmend umsiehst, was du doch für ein Kerl bist, der solche Höhen erklimmen kann, du, ganz allein, dann entdeckst du immer Spuren im Schnee. Es ist schon einer vor dir dagewesen. Glaube an Gott. Verzweifle an ihm. Verwirf alle Philosophie. Laß dir vom Arzt einen Magenkrebs ansagen und wisse: es sind nur noch vier Jahre, und dann ist es aus. Glaub an eine Frau. Verzweifle an ihr. Führe ein Leben mit zwei Frauen. Stürze dich in die Welt. Zieh dich von ihr zurück …Und alle diese Lebensgefühle hat schon einer vor dir gehabt; so hat schon einer geglaubt, gezweifelt, gelacht, geweint und sich nachdenklich in der Nase gebohrt, genau so. Es ist immer schon einer dagewesen.Das ändert nichts, ich weiß. Du erlebst es ja zum ersten Mal. Für dich ist es Neuschnee, der da liegt. Es ist aber keiner, und diese Entdeckung ist zuerst sehr schmerzlich. In Polen lebte einmal ein armer Jude, der hatte kein Geld, zu studieren, aber die Mathematik brannte ihm im Gehirn. Er las, was er bekommen konnte, die paar spärlichen Bücher, und er studierte und dachte, dachte für sich weiter. Und erfand eines Tages etwas, er entdeckte es, ein ganz neues System, und er fühlte: ich habe etwas gefunden. Und als er seine kleine Stadt verließ und in die Welt hinauskam, da sah er neue Bücher, und das, was er für sich entdeckt hatte, das gab es bereits: es war die Differentialrechnung. Und da starb er. Die Leute sagen: an der Schwindsucht. Aber er ist nicht an der Schwindsucht gestorben. Am merkwürdigsten ist das in der Einsamkeit. Daß die Leute im Getümmel ihre Standard-Erlebnisse haben, das willst du ja gern glauben. Aber wenn man so allein ist wie du, wenn man so meditiert, so den Tod einkalkuliert, sich so zurückzieht und so versucht, nach vorn zu sehen : dann, sollte man meinen, wäre man auf Höhen, die noch keines Menschen Fuß je betreten hat. Und immer sind da Spuren, und immer ist einer dagewesen, und immer ist einer noch höher geklettert als du es je gekonnt hast, noch viel höher. Das darf dich nicht entmutigen. Klettere, steige, steige. Aber es gibt keine Spitze. Und es gibt keinen Neuschnee.

In diesem Sinn wünsche ich allen Reisenden auf ihren Touren ein unbeschwertes Genießen, frei von allen Bindungen und Hintergedanken, genießt den Moment, jeden Moment.

Ausrüstung des Tages:

Mein Bootswagen ein Prijon Small Travel. Ich kenne keinen besseren Kompromiss aus geringem Volumen und guten Rolleigenschaften. Natürlich sind die Räder zu klein, um im Sand vernünftig zu funktionieren. Aber sobald der Untergrund etwas fester ist, funktionieren die verhältnismäßig breiten Räder sehr gut. Auf den breiten, mit Evazote beklebten, Auflagen hält das Boot so gut, dass man es eigentlich noch nicht einmal fest binden muss. Ein echter Tip für Seekajakfahrer.

05.07 first rain – Last day

Posted by on Sonntag, 5 Juli, 2009

abreise-2266Es regnet und wie alles hat auch der Regen seine guten und schlechten Seiten. Die Menschen unternehmen weniger draußen, vielleicht sind sie irgendwo in einem Zelt, es drückt vielleicht ein wenig aufs Gemüt, aber das Land braucht Wasser und nach dem Regen ist die Luft klarer. Außerdem kann es eine Zeit der Besinnung sein. Ich denke an die letzten Wochen zurück, mit ihren Hochs und Tiefs und auch an mein gestecktes, äußeres Ziel Bornholm, welches ich nun, auf dieser Fahrt, nicht mehr erreichen werde. Die Wettervoraussagen sind eindeutig, der Wind nimmt kontinuierlich aus Südwest zu. Übermorgen sind schon 4-5 Windstärken angesagt, in Böen mehr. Zu erwarten sind Wellenhöhen bis 2,5m. Dagegen ca. 8 Stunden ohne Pause anfahren? Nein, das Risiko ist einfach zu groß.
Morgen könnte ich bei meinem Abfahrtspunkt nach Bornholm sein, aber es macht keinen Sinn, denn weniger Wind ist frühestens am nächsten Wochenende zu erwarten, dann muss ich aber schon wieder in Hamburg sein.
abreise-2322Mein diesjähriges kleines Abenteuer ist nun also zu Ende und ich fahre morgen von Trelleborg nach Travemünde. Wenn ich an die letzten drei Wochen denke, fange ich sofort an zu grinsen. Nicht nur, dass ich paddlerisch einiges erreicht habe, einige große Querungen, lange Tagesetappen mit viel Wind und Welle, vor allem habe ich Spaß gehabt. Das Meer und ich haben uns gut angefreundet. Das tägliche Spielen mit den Wellen wird mir fehlen.
Es war eine schöne Zeit, aus der ich viel für mich und die nächsten Touren ziehen kann.
Zum Schluss noch mal Danke an alle, die mich unterstützt haben, vor allem Caro meine Freundin sowie an Andreas und Johanna, bessere Freunde kann man sich nicht wünschen. Ich hoffe wir machen noch ein paar schöne Touren zusammen, Coach ;-).

Der Regen ist vorbei und ich sehe wieder auf die Ostsee hinaus. Das Plätschern der Wellen und der Blick in die Weite werde ich vermissen. Vorerst muss ich mich dann wohl Bildern zufrieden geben, und vielleicht einen Ostseesoundtrack :-). Nein, Musik wird es hier nicht geben, aber die Bilder pflege ich die Tage ein, ebenso wie weitere Infos bei den Texten. Vorbeischauen lohnt sich also weiterhin.

Ausrüstung des Tages: Mein Zelt ein Kaikkialla Starpole:

Ich habe dieses Zelt  ausgesucht, weil es meistens ohne  Heringe steht. Es ist schon ein Luxus, wenn man, gerade an steinigen Küsten, sein Zelt unabhängig  vom Untergrund aufbauen kann.  Außerdem ist es klein und leicht genug. Das Gestänge habe ich neben den Sitz gesteckt und das Zelt nimmt im vorderen Luk sehr wenig Raum ein. Zwei Apsiden sind gerade bei Schlechtwettertagen prima.

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04.07. – 17. Tag – von Kopenhagen/Amager nach Höllviken, Schweden

Posted by on Samstag, 4 Juli, 2009

Der Öresund 22 sm,   6,5 Stunden,  sonnig,  28°, Wind 2 später 3-4 Bft

abreise-7040307Der Wind peitscht die Wellen auf und eine 1 m hohe Wasserwand kommt seitlich auf mein Kajak zu – und über mich hinweg. Ich schüttele das salzige Wasser ab und weiter geht´s. Ein feuchtes Vergnügen hab ich mir da ausgesucht.Der Nachmittag mit der Querung über den Öresund nach Höllviken ist doch viel windiger als gedacht und Land werde ich erst in ca 1 Std. erreichen. Die Furcht, welche früher bei solchen Verhältnissen da war, fast völlig weg. Inzwischen bin ich so vertraut mit meinem Boot und der See, dass ich meistens nur Spaß habe. Der nun vorherrschende Südwest-Wind spendiert mir zum Abschluss noch 1-Meter Wellen zum Surfen: 7kn zeigt das Gps – cool! Jetzt sitze ich an einem langen breiten Sandstrand, genieße mein erstes Bier in Schweden und lass den gestrigen u heutigen Tag Revue pasieren.
Nachdem wir gestern mehrere Stunden Grönlandrolling geübt haben, gab es reichlich Wurst, Fleisch u Bier. Die Jungs und Mädels vom Kajaklub sind wirklich klasse. Anschließend habe ich auf der Dachterrasse übernachtet.Von dort kann man bis nach Schweden sehen und hat einen herrlichen Blick über den ganzen Ostbereich von Amager, der Insel neben Kopenhagen. Morgens gab´s Kaffee und noch einen neuen Luckendeckel. Das Original von Valley, perfekt. Der Alte war inzwischen so spröde geworden, dass ich immer etwas Wasser im hinteren Schott hatte. Nach längeren Verabschiedungen ging es dann zur Querung des Öresunds. Bei 2er Wind war es eine angenehme Paddelei und ein erhebendes Gefühl, unter der gigantischen Öresundbrücke hindurch zu fahren. Sicher ein weiteres Highlight dieser Tour. Noch auf Dänischer Seite haben mich wieder ein paar Seehunde beobachtet. Wahnsinn, wie neugierig die sind. Immer wieder tauchen sie in ca 20 m Entfernung auf und schauen zu mir rüber.
Nach einer kurzen Pause in Schweden ging es dann bei stärker werdendem Wind weiter Richtung Südküste, die ich nach einem echten Seekajaktag nun auch erreicht habe.Vor mir liegt nun wieder die Küste der Ostsee und ich freu mich auf morgen. Bei angesagten 3 Bft aus SW wird´s sicher ziemlich wellig, für Spaß ist also gesorgt.

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Ausrüstung des Tages: Das Funkgerät Pacific von Alan.

Auf meiner Kajaktour von Hamburg nach Schweden quere ich viel offenes Gewässer. Es ist ein wunderbares Gefühl, nur den Horizont als Begrenzung zu haben, doch wenn etwas passiert muss man sich selbständig retten oder Hilfe holen können. Um im Notfall über Kanal 16 Schiffe erreichen zu können, habe ich ein Handfunkgerät an Deck.Zum Seenotfall kam es glücklicherweise nicht. Letztlich habe ich das Pacific benutzt um täglich einen zuverlässigen Seewetterbericht zu bekommen. Manche Schleusen sind auch nur per Funk zu erreichen. Die Frequenz wird auf Schildern bekannt gegeben. Auf dem Elbe – Lübekkanal hätte ich ohne eigenes Funkgerät lange auf das nächste Schiff warten müssen, dass dem Schleusenwärter Bescheid gibt.
Ein besonders nettes Erlebnis hatte ich am heutigen Tag: Bei dem ich das Funkgerät brauchte, war die Rettung eines aufgrund gelaufenen Segelbootes. Das Boot hing direkt unter der Öresundbrücke fest. Über Funk konnte ich mit dem Segler Kontakt aufnehmen. Es war mir zwar etwas unangenehm als kleiner Kajakfahrer Hilfe anzubieten, aber letztlich ist eine Hilfeleistung auf See selbstverständlich. Nach anfänglichem Zögern ließ der Holländer sich auf mein Angebot ein und wirft mir ein Tau zu. Dieses binde ich mir um die Hüfte und konnte so das Schiff tatsächlich frei ruckeln.
Ohne das Funkgerät hätten wir uns bei dem kräftigen Wind nur schwerlich verständigen können. Die Nutzung eines Funkgerätes kann in solchen Situationen Missverständnisse vermeiden, die sonst zu gefährlichen Situationen führen können. Nicht jeder Kajakfahrer wird die Gelegenheit haben, einen Segler frei zu schleppen aber oft ist eine Kommunikation hilfreich und sei es nur, um nach zu fragen, welchen Hafen der Skipper empfiehlt.

Für das Allan Pacific habe ich mich aus mehreren Gründen entschieden. Das Wichtigste war für mich, unterwegs auch die Energieversorgung sicherstellen zu können. Das Pacific arbeitet mit herkömmlichen Mignonzellen, ein nicht zu verkennender Vorteil, denn diese sind in jedem Hafen erhältlich und die Mignonakkus sind mit einem kleinen Solarladegerät aufladbar. Die Leistungsdaten entsprechen denen der meisten hochwertigen Geräte und die Bedienung ist sehr simpel und so auch mit kalten, klammen Händen gut durchführbar.

Das Gerät hat sich bei der Tour so gut bewährt, dass es auch zukünftig immer schnell erreichbar unter meinem Gepäcknetz stecken wird.
Noch ein Tipp zum Schluss: um das Pacific gegen zu starken Wellenschlag zu sichern habe ich es in einer wasserdichtern Klarsichttasche an Deck gehabt.

03.07. – 16. Tag – Kopenhagen

Posted by on Freitag, 3 Juli, 2009

14 sm,  heiß, 28-32°,  3 Bft

kopenhagen-2042kopenhagen-2084Einmal Kopenhagen vom Wasser aus erleben, das war einer der Träume, die mit dieser Tour verbunden sind und heute war es dann soweit.
Mein Tipp: Kommt her und gönnt es Euch, es ist ein Erlebnis, diese alte Hafenstadt mit ihren alten Gebäuden und der Vielfalt an Schiffen kennen zu lernen. Und dann besucht das kajakhotellet.dk, einen sehr netten, gut ausgestatteten Club und Shop. Ihr könnt hier Boote mieten, eure Ausrüstung ergänzen oder einfach ein nettes Gespräch mit guten Seekajakern führen.

Nach Schweden komm ich heute nun nicht mehr, denn ich bin zum Grillen und Übernachten eingeladen und nutze die Gelegnheit, eben mal ein wenig Grönlandrolling zu probieren. The next hobby is in sight :-).

Morgen geht´s dann durch den Öresund nach Schweden.

Kopenhagen vom Wasser. show-pic ein paar Bilder vom Tag.:

02.07. – 15. Tag – Stevens Klint nach Kopenhagen

Posted by on Freitag, 3 Juli, 2009

27 sm,  sonnig, heiß, 23-30°,  0-3 Bft

Yeah, I did it :-).

stefensklint-1866Den Vormittag paddel ich die beeindruckende Küste am Stevens Klint entlang; der Anblick der grün bewaldeten Kreidefelsen ist fantastisch und die Route jedem Kajaker zu empfehlen. Hin und zurück ist es eine gute Tagestour (ca 17km) von Roedvig.
Und nun mal wieder eine Querung: 16sm durch die Koege Bucht nach Kopenhagen. Bei der Hitze ist es teilweise eine Quälerei, aber die Ruhe und die Weite des Horizonts entschädigen für alles.
In Kopenhagen treffe ich 2 Kajaker und werde auf meine Frage nach einem Paddelverein (zum campieren) eingeladen, bei ihnen im Garten zu übernachten. Die 800m vom Wasser überwinden wir mit meinem genialen Bootswagen und haben dann einen sehr netten, leckeren und interessanten Abend.

Ausrüstung des Tages: Meine Wasserflasche und  meine Schirmmütze.
Ohne Sonnenschutz und Wasser sollte man auf dem Wasser nicht unterwegs sein. Besonders an heißen Tagen wie diesem ist hat man schneller als erwartet einen Sonnenstich oder ist dehydriert. Ein Mineralienzusatz für dein Trinkwasser ist durchaus sinnvoll. Für mich hat sich ein Produkt von Xenofit sehr bewährt.

Stevens Klint: Eine kleine Diashow show-pic

01.07. – 14. Tag – Von Faroe zum Stevens Klint

Posted by on Mittwoch, 1 Juli, 2009

26,7 sm,  6 Std. 45 Min.,   sonnig,  kaum Wind

Ja Ihr lest richtig, jetzt kann ich Schweden schon fast sehen. Aber alles der Reihe nach.

Die letzte Nacht war dann leider nicht so angenehm wie der Abend begonnen hatte. Das ganze blutdürstige Viehzeug hat mich reichlich zerstochen und später war die Autobahn auch nicht mehr so ruhig. Etwas zerknautscht hab ich mich heute dann gegen 9 Uhr auf den Weg gemacht. „Mal sehen, ob ich Roedvig erreiche“, denk ich mir und paddel mal einfach so los. Über Nacht hat sich die Strömung glücklicherweise umgekehrt. Das Wasser, das durch den Ostwind in die Stege Bugt reingedrückt wurde fließt jetzt mit ca. 1kn wieder raus. Nett, so mach ich gut Strecke und kann die zauberhafte Gegend voll genießen. Zu beiden Seiten, links Seeland, rechts erst Falster, Bogoe, dann Moen, ist es malerisch grün. Teilweise stehen nette Häuser in Wassernähe. Zwischendrin ein paar Inseln, die genauso bewaldet sind wie das „Festland“ und die südlichen Inseln. Schließlich fahre ich unter der letzten der drei Brücken, welche Moen mit Seeland verbinden durch und bin endlich wieder auf offener See. So schön wie Flüsse sind, sie engen ein. Oceans are free, wie auf einem T-Shirt von mir steht. Ich steuere direkt Nyord an. Ein kleiner Hafen auf einer kleinen Insel. Eigentlich wollte ich nur Wasser holen, aber die Insel ist zu schön, um einfach weiter zu fahren. Also tu ich mal was für meine Beine und mache einen kleinen Spaziergang über die Insel. Entsprechend ihrer Größe ist dieser allerdings nicht sehr lang. Als ich zurück komme stehen wieder Leute bei meinem Boot, inzwischen ist das schon Routine. Wenn mal keiner mit Euch spricht, legt einfach ein Kajak in einen Hafen. Wie nahezu immer ergibt sich ein nettes Gespräch und ich bekomme die aktuellen Wetterinfos. Bis Samstag soll es so bleiben, dann ändert sich das Wetter und der Wind dreht auf West. Da jeder Wetterbericht anders ist geb ich nicht allzu viel drauf sondern such mir das Beste raus. Noch mal kurz zu den Gesprächen, was mir immer wieder in Scandinavien auffällt und woran man auch fast jeden Deutschen hier erkennen kann, ist das statusunabhängige Interesse aneinander. Wie mir eine Frau aus Kopenhagen auch sagte, es zählt nicht so sehr was du hast, sondern wer du bist und was du machst. Da geht der Lagerarbeiter ganz normal mit dem Bankdirektor Segeln. Im Gegensatz zu Deutschland, wo man als Kajakfahrer von Motorbootfahrern und Seglern ignoriert wird, grüßt hier jeder und im letzten Hafen hat ein Jachtbesitzer, und ich sag Euch das war eine Jacht, ganz verschämt gesagt: „Ich bin nur damit unterweg, das ist bequemer und wahrscheinlich trau ich mich das gar nicht“. Und ich sag Euch das hat der so gemeint. Ähnliches erlebe ich dauernd. Aber nun zurück zum Tagesablauf.
Es war ja Gewitter für heute angesagt und als ich vom Gespräch aufsah, waren die Wolken schon bedrohlich dunkel. Dunkel und von weit her hörte ich Donner. So ein Mist. Also mal wieder Abwettern. Nein, diesmal nicht. So weit hab ich es ja heut nicht. Es sind lediglich 15sm und das fern ab vom Land, denn zwischen Roedvig und Nyord liegt halt die Faksebucht. Wenn ich die ausfahre, hänge ich mindestens einen Tag dran. Also Augen zu und durch? Das wäre nicht sehr vernünftig und ich würde es niemanden empfehlen aber… Na ja, noch hab ich eine Chance, Bornholm zu erreichen und die möchte ich mir nicht vertun. Also drück ich die Daumen, dass sich das Gewitter an Land austobt, was eh viel wahrscheinlicher ist. Und es kam auch so. Bei Ententeich bin ich die 15sm in 4,5h gepaddelt und fühlte mich wie ein König als ich in den Jachthafen von Roedvig einlaufe. Leider ist hier keine Übernachtungsmöglichkeit für mich und daher muss ich leider direkt unterm Stevens Klint schlafen, wie schade . Das hier ist sicher mein exklusivster Lagerplatz. Es war zwar nicht einfach einen Landeplatz zu finden, aber jetzt steht mein Zelt direkt unter den Klippen und auch weit genug vom Wasser entfernt. Das Boot hab ich sicherheitshalber angeleint. Stevens Klint ist übrigens das Pendant zu den Kreidefelsen auf Rügen und Moen. Vor vielen tausend Jahren haben die mal zusammen gehört. Unter den Steinen findet man aber nicht nur Kalksandstein. Ich hab hier auch Granit gesehen, der vom nördlichen Ende der Ostsee, das wesentlich älter ist, hier her getrieben wurde. Es ist ein irres Konzert auf den Steinen zu gehen. Die meisten klingen dumpf. Kalksandstein halt aber manchmal wie das Klirren wie Glas oder sie klingen fast wie Glocken. Morgen werde ich dann diese Küste entlang fahren und fühle mich allein dadurch schon beschenkt. Mal sehen wie die Lust steht, vielleicht mach ich dann mal einen Abstecher nach Schweden. Näheres morgen .